Die Geschichte der Insel Mallorca

Mallorcas Insel Geschichte von der Frühgeschichte bis Neuzeit

Die ersten Höhlenbewohner lebten um 4000 v. Chr. auf Mallorca. Ungefähr 2000 Jahre später wurden Seefahrer aus dem östlichen Mittelmeerraum auf der Insel gesichtet. In der Bronzezeit kam es zur Entstehung von Siedlungen in Megalithbauweise, während die Talayotkultur für den Bau von Festungs- und Wohntürmen bekannt wurde.

Im Jahr 123 v. Chr. besetzte der römische Feldherr Quintus Caecilius Metellus die Insel. Er gilt u. a. als Gründer von Palma. Dieser Zeitraum gilt in der Geschichte Mallorcas als erste Blütezeit. 3 n. Chr. kam es zur Christianisierung auf der Insel. Nach der Besetzung durch die Vandalen gelangten die Byzantiner an die Macht. Von 903 bis 1012 wurde Mallorca von den Arabern beherrscht, was in den Geschichtsbüchern als zweite Blütezeit vermerkt ist. 1076 folgte die Unabhängigkeit der Balearen. Am 31.12.1229 kam es zum Ende der Herrschaft der Araber.

1235 erblickte Ramón Llull auf Mallorca das Licht der Welt. Er gilt als berühmtester Sohn der Insel und hat u. a. die katalanische Schriftsprache erfunden. 1276 kam es durch Jaume II zur Ernennung der Balearen zum Königreich Mallorca. Knapp 300 Jahre später begann der Niedergang der Insel durch die Heranführung an die katalonisch-aragonesische Krone. Ein Jahr später kam es zur Judenverfolgung, die rund 40 Jahre andauerte. 1469 geriet Mallorca schließlich unter spanische Herrschaft. Nach dem Ende der napoleonischen Unabhängigkeitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts bekam die Insel eine eigene Freiheitsverfassung. 1901 folgte die Eröffnung des Palmas Gran Hotels. Während des Spanischen Bürgerkriegs 1936-39 unter General Franco fungierten die Balearen als Truppenstützpunkte. Dieser Mann war es auch, der Anfang der 1960-er Jahre den Massentourismus in die Wege leitete. 1956 wurde in der Nähe von Son Bonet der erste Flughafen gebaut. Seit 1983 gelten die Balearen ganz offiziell als eine der 17 autonomen Regionen von Spanien.